Veröffentlicht am 08.06.2021

Weiterbildung Intensivpflege: Dauer, Voraussetzung, Gehalt, Finanzierung, Prüfung

Die Weiterbildung Intensivpflege stellt nicht nur eine wertvolle Qualifikation für Pflegekräfte dar, sondern führt auch zu einem höheren Gehalt im Pflegeberuf.

Weiterbildung Intensivpflege: Grundlegendes zur Qualifikation für Pflegekräfte

Die Weiterbildung Intensivpflege und Anästhesie setzt an der erfolgten Berufsausbildung mit anschließender mehrjähriger Praxiszeit der Pflegekräfte an. Sie erwerben mit der Weiterbildung eine wertvolle Qualifizierung und können sich für die Pflege von Intensivpatienten im Krankenhaus oder für die Betreuung der Heimbeatmung entscheiden. Beide Weiterbildungen bauen auf grundlegenden Inhalten auf, die Fortbildung zur Heimbeatmung geht inhaltlich noch einige Schritte weiter.

Die Dauer der Weiterbildung

Die Dauer der Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger/zur Fachkrankenpflegerin für Intensiv- und Anästhesiepflege ist unterschiedlich und richtet sich nach dem zeitlichen Umfang der Maßnahme. Meist wird diese berufsbegleitend durchgeführt und ist dann auf die Dauer von zwei Jahren angelegt. Eventuelle Verkürzungen oder Verlängerungen sind möglich.

Eine Verkürzung kommt zum Beispiel infrage, wenn eine andere Weiterbildung mit ähnlichen Inhalten binnen eines festen Zeitraums abgeschlossen wurde. Meist wird hier eine Frist von maximal zwei Jahren angesetzt, länger darf die Weiterbildung noch nicht zurückliegen, um angerechnet werden zu können.

Eine Verlängerung kann sich dadurch ergeben, dass die Prüfung am Ende der Weiterbildung nicht geschafft wurde und eine Wiederholung von Lerninhalten mit erneuter Prüfung nötig ist.

Wird die Weiterbildung in Vollzeit absolviert, verkürzt sich die Dauer der Maßnahme auf bis zu ein Jahr. Meist wird sie dann zwischen neun und zwölf Monate dauern. In jedem Fall besteht die Qualifikation aus einer festen Anzahl von Theorie- und Praxisstunden, wobei 780 Theorie- und 1.800 Praxisstunden absolviert werden müssen. Je weniger Stunden am Tag abgeleistet werden, desto länger zieht sich die Weiterbildung.

Praktisches Beispiel

Die Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie im Bergmannsheil Bochum umfasst:

  • 1.200 Stunden, bei 100 Stunden pro Monat. Dies kann also innerhalb eines Jahres absolviert werden
  • Der theoretische Teil umfasst 800 Stunden und wird in der Schule der Feuerwehr Bochum innerhalb von zwei Jahren absolviert.

Voraussetzung für die Weiterbildung Intensivpflege und Anästhesie

Neben der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung (dreijährige Examinierung) muss eine mehrjährige Praxiserfahrung vorgewiesen werden, damit die Weiterbildung Intensivpflege und Anästhesie durchgeführt werden kann. Das sind in aller Regel mindestens zwei Jahre, da die Kapazitäten der Anbieter gering sind. Unterschiede in den Bundesländern sind möglich.

Als Berufsausbildung galt bis zur Generalisierung der Ausbildung der Abschluss Altenpfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in oder Pflegehelfer. Nach der Generalisierung, die zum 1. Januar 2020 erfolgte, ist der Abschluss als Pflegefachkraft vorzuweisen.

Zusätzlich ist die Berufserfahrung nachzuweisen, die für mindestens sechs Monate auf der Intensivstation gesammelt worden sein muss. Teilweise wird seitens der Anbieter eine „besondere Eignung“ als Voraussetzung gesetzt, diese muss durch den derzeitigen Arbeitgeber bescheinigt werden. Dieser teilt dem Anbieter in der Bescheinigung mit, was den Angestellten zu dieser Qualifizierungsmaßnahme befähigt und was ihn im besonderen Maße geeignet erscheinen lässt. In wenigen Fällen wird seitens der Anbieter ein polizeiliches Führungszeugnis gefordert.
Nicht vergessen werden darf die persönliche Eignung. Es ist ein gravierender Unterschied, ob eine Person auf der normalen Station eines Krankenhauses oder auf der Intensivstation tätig ist. Dort ist die psychische Belastung um ein Vielfaches größer. Zudem ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf teilweise nur eingeschränkt gegeben, denn Schichtarbeit, Arbeit am Wochenende und unvorhergesehen länger dauernde Schichten führen zu großen Belastungen.

Prüfung nach erfolgter Weiterbildung Intensivpflege

Die Weiterbildung Intensivpflege schließt mit einer Prüfung ab, die sich nach den landesrechtlichen Verordnungen richtet. Wichtig: Die Voraussetzung zur Teilnahme an der Prüfung muss erfüllt sein. Diese besteht darin, dass alle geforderten Theorie- und Praxisstunden erbracht worden sind.

Außerdem müssen die Zwischenprüfungen der Grundmodule erfolgreich bestanden worden sein. Die Prüfung selbst besteht aus einer schriftlichen Facharbeit, für die die Prüflinge bis zu drei Monate Zeit haben.

Außerdem muss eine mündliche Prüfung abgelegt werden, die in Form eines Kolloquiums angelegt ist. Nach der Prüfung darf sich der oder die Betreffende dann „Fachkrankenpfleger/in für Intensiv- und Anästhesiepflege“ nennen. Die Berufsbezeichnung ist geschützt und kann somit nicht freiweg für andere Berufe verwendet werden. Hier gibt es auch den Begriff „Fachgesundheits- und Krankenpfleger/in für Intensiv- und Anästhesiepflege“.

Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Regelungen die Prüfung und den Abschluss betreffend. Auch der erworbene Titel kann sich je nach Bundesland unterscheiden. So gibt es in Baden-Württemberg den/die „Gesundheits- und Krankenpfleger/in für Intensivpflege und Anästhesie“ und den/die „Pflegefachmann/Pflegefachfrau für Intensivpflege“. In Berlin hingegen nennt sich der/die Betreffende nach erfolgreicher Prüfung „Staatlich anerkannte/r Krankenpfleger/in für Intensivmedizin und Anästhesie“. In Niedersachsen hingegen ist es die „Fachkraft für Intensiv- und Anästhesiepflege“, um nur drei Beispiele zu nennen.

Die Berufsinhalte sind jedoch gleich, was auch für die Weiterbildungsinhalte sowie für die Prüfung selbst gilt. Sollte die Weiterbildung nach den Empfehlungen der DKG (Deutsche Krankenhausgesellschaft) durchgeführt worden sein, so lautet der mit abgelegter Prüfung erworbene Titel „Gesundheits- und Krankenpfleger/in für Intensiv- und Anästhesiepflege“.

Weiterbildung Intensivpflege: Gehalt und Finanzierung der Qualifizierungsmaßnahme

Dass es während der Weiterbildungsmaßnahme kein höheres Gehalt gibt, versteht sich von selbst. Dafür wird dieses nach der Prüfung angehoben bzw. kommt der erfolgreiche Prüfungsabsolvent in eine andere Entgeltgruppe. Allerdings gilt das nur für diejenigen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt sind und deren Gehalt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst berechnet wird.

Gehalt mit deutlichen Unterschieden

Das Gehalt für einen Fachkrankenpfleger/eine Fachkrankenpflegerin für Intensivpflege bewegt sich um 3.400 Euro brutto im Monat, kann aber je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit, nach Verantwortung und unter Berücksichtigung weiterer Kriterien auf bis zu 5.800 Euro anwachsen. Diese Spitzengehälter sind allerdings nicht üblich, die meisten Intensivpfleger verdienen eher weniger und sind damit im unteren Bereich der Gehaltsskala angesiedelt. Ein Gehalt von lediglich 2.800 Euro im Monat ist somit für Berufseinsteiger ebenso üblich.

Interessant sind vor allem die Unterschiede zwischen den Gehältern in anderen Ländern. Während die luxemburgischen und Schweizer Nachbarn deutlich besser zahlen (96.000 bzw. 82.000 Euro im Jahr).

Generell verdienen die Angestellten in einer öffentlichen Einrichtung deutlich besser als in privaten Krankenhäusern, in denen das Augenmerk darauf liegt, möglichst wirtschaftlich zu arbeiten und die Personalkosten so weit wie möglich zu senken. In privaten Einrichtungen ist das Gehalt frei verhandelbar und beträgt meist zwischen 10 und 30 Prozent weniger als in öffentlichen Krankenhäusern. Außerdem lassen sich bundesweite Unterschiede feststellen: Laut Statistik werden die Durch Zeitarbeit bei TimelogCare zu einem sicheren Gehalt Intensivpfleger/innen in Bremen am besten bezahlt. Dagegen zahlt man am schlechtesten in Mecklenburg-Vorpommern.

Durch Zeitarbeit bei TimelogCare zu einem sicheren Gehalt

Wir von TimelogCare finden, dass Fachkrankenpfleger/innen für Intensiv- und Anästhesiepflege fair – und damit deutlich besser als allgemein üblich bezahlt werden sollten. Gleichzeitig brauchen sie ein sicheres Gehalt. Viele Zeitarbeitsfirmen zahlen nur für die Zeiten des tatsächlichen Einsatzes und nicht für Ausfallzeiten wie Krankheit, Urlaub oder „kein Bedarf“. Das wollen wir nicht und zahlen deswegen stets einen Garantielohn von 4.000 bis 6.000 Euro an unsere Angestellten – auch bei Krankheit, Urlaub und bei „ohne Auftrag“. Als Pflegekraft mit Fachweiterbildung kann man dieses Gehalt nochmals toppen und zwischen 6.000 und 8.000 Euro brutto im Monat verdienen.

Außerdem möchten wir, dass jeder frei entscheiden kann, ob man Wochenend- oder Schichtarbeit wünscht oder ob man z.B. wegen eines berufsbegleitenden Studiums ausschließlich tagsüber arbeiten möchte. Das Studium fördert TimelogCare mit bis zu 280 Euro monatlich.

Zusätzlich zu dieser Freiheit bedeutet die Arbeit bei der TimelogCare ein Karrieresprungbrett, denn: nicht wenige Kliniken übernehmen die über Monate „getesteten“ Pfleger der TimelogCare nur zu gerne in einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Die Finanzierung der Weiterbildung Intensivpflege

Die Frage der Finanzierung der Weiterbildung stellt sich spätestens dann, wenn die Informationen zu den Kosten von Lehrmaterialien und zum Lehrgang selbst eintreffen. Die entsprechenden Gebühren müssen von jedem Teilnehmer selbst übernommen werden.

Die Finanzierung ist aber auch durch das Unternehmen, in dem der oder die Betreffende angestellt ist, möglich. Hier kann zum Beispiel eine Lösung gefunden werden, die vorsieht, dass die Lehrgangsgebühren übernommen werden. Im Gegenzug verpflichtet sich der Lehrgangsteilnehmer dazu, für eine feste Zeit in der Einrichtung zu bleiben und nicht zu kündigen. Wer dennoch kündigt, muss die bereits gezahlten Gebühren selbst übernehmen bzw. zurückzahlen.

Ohne die Hilfe des Arbeitgebers stellen sich weitere Möglichkeiten der Finanzierung der Weiterbildung dar. So kommen zum Beispiel diese Varianten infrage:

Während für die erste Möglichkeit der Finanzierung auch die Agentur für Arbeit als Ansprechpartner fungiert, muss sich ein Interessent sonst an das Bundesministerium für Bildung und Forschung wenden.

Wichtig ist, dass die jeweils nötigen Voraussetzungen erfüllt werden, die zum Beispiel in der erfolgten Berufsausbildung sowie in der mehrjährigen Berufspraxis liegen. Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Beim Aufstiegs-BAföG ist ein zusätzlicher zinsgünstiger Kredit beinhaltet, der keine allzu große zusätzliche finanzielle Belastung darstellen soll und der nach tilgungsfreier Zeit in kleinen Raten zurückgezahlt werden kann.

Noch mehr Infos für dich